5. Mai 2026

Das Netzwerk auf den Kopf stellen

Netzwerke leben von den Menschen, die sich für einen bestimmen Zweck zusammengetan haben. Was anfangs mit frischen Ideen und viel Energie gestartet wurde, versandet oftmals im Laufe der Zeit mit wechselnden Ansprechpersonen und neuen Anforderungen. Auch die Netzwerkkoordinierenden aus dem Alumni-Netzwerk der MINT-Regionen kennen die Herausforderung, als neue Koordination ein Netzwerk zu übernehmen und diesem neues Leben einzuhauchen.

In einem Impuls auf dem Alumni-Treffen teilte Referentin Julia Mayer Erfahrungen aus ihrem Netzwerk. Mit dem Wechsel an im Vorstand des Netzwerkes habe man einen strategischen Prozess angestoßen und gemeinsam auf Vision und Werte geschaut. Wer kommt in dem Netzwerk zusammen, welche Ziele erfolgen wir und wie wollen wir die Zusammenarbeit gestalten, so lauteten die Fragen zum Start der Neuausrichtung.

Die Grundlage des Handels legen Werte wie beispielsweise Transparenz, Partizipation, Vertrauen, Verantwortung und Engagement. Diesen Werten werden Aktivitäten im Netzwerk zugeordnet, die Themen-Teams bearbeiten – je nach Stärke, Interesse und Ressourcen der Netzwerkpartnerinnen und -partner.

Neue Prozesse und frischer Wind

Wie eine solche Neuausrichtung eines MINT-Netzwerkes gelingt, wollen die Koordinierenden aus dem Alumni-Kreis wissen. Denn alle wissen um Mailverteiler mit inaktiven Kontakten, eingefahrene Strukturen, nachlassendes Engagement sowie Vision und Werte auf dem Papier. Eine zentrale Rolle spielt die Netzwerkkoordination, die neue Prozesse anstößt und die Fäden zusammenhält. Mit dem Aufbau einer Plattform mit Kontaktdaten, Vorlagen für Mailing und Newsletter, aber auch Umfragen konnte innerhalb von einem Dreivierteljahr eine neue Basis für interne Strukturen geschaffen werden. Personen und Organisationen füllen nun eine Engagementvereinbarung aus: Damit bestätigen sie die Werte des Netzwerks, sichern eine aktive Mitarbeit zu und wählen die Form des Engagements wie finanzielles Sponsoring oder andere aktive Beiträge aus (Bereitstellung von Räumen und Materialien, Mitarbeit in Themen-Teams, Akquise von neuen Partnerschaften, um nur einige Beispiele zu nennen).

Und natürlich muss man mit der Zeit schauen, ob die Ziele noch aktuell sind und sich Ressourcen verschoben haben. Alles ist im Wandel, nichts in Stein gemeißelt, aber Änderungen müssten sichtbar gemacht werden, so Julia Mayer. „Klarheit führt“ – je klarer die Kommunikation über Ressourcen und Expertise, desto besser die Zusammenarbeit.

Mit Engagement und Geduld gelingen Kopfstand und Neustart des MINT-Netzwerks. Sucht euch Verbündete und macht einen ersten Schritt!