26. Juni 2025
Frisches Wissen, neue Kontakte und viel Motivation
Drei Workshops, zwei kollegiale Austauschtreffen und ein Ziel
In der Praxiswerkstatt für MINT-Netzwerkkoordinierende haben die 13 Teilnehmenden die vielschichtigen Herausforderungen und Fragen aus ihrer täglichen Arbeit unter der Anleitung unserer erfahrenen Referentin in den Blick genommen. Mit einem Ziel: ihre Rolle in der Netzwerkkoordination zu reflektieren, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.
Im ersten Workshop ging es um eine Standortbestimmung für die Netzwerkkoordinierenden: Welche Rollen sind klar definiert, welche Erwartungen werden zusätzlich an die Koordination herangetragen? Passen diese mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen überein? Im Kleingruppen und anschließend im Plenum wurden die vielen Aufgaben und Rollen zusammengetragen: von der ersten Anlaufstelle, über Service und Beratung, von Impuls- und Themensetzung, über die Veranstaltungs- und Projektplanung bis zur Finanzierung und Strategie. Die Netzwerkkoordinierenden beschreiben sich als Verbindung zwischen den Menschen im Netzwerk mit einer Fülle an Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die ihnen vorher zumindest in dieser Vielfalt nicht bewusst gewesen ist. Nun gilt es, eine Balance zwischen den Aufgaben und den Ressourcen zu finden, Projekte zu priorisieren und gegebenenfalls Tätigkeiten an andere Parteien im Netzwerk abzugeben.
Im zweiten Workshop nahmen die Teilnehmenden das Netzwerk in den Blick: Wo liegen die Stärken, aber auch Schwächen ihrer Netzwerke? Wie wünschen sie sich ein „ideales Netzwerk“? Hier werden Adjektive wie heterogen, proaktiv und wertschätzend genannt, aber auch Ideen wie ein gemeinsames Leitbild Spielregeln genannt. Nicht nur die Koordinierenden wollen sich weiterentwickeln, sie möchten auch ihre Netzwerke voranbringen. Mit den Hinweisen der Referentin und durch den Austausch mit den anderen fühlen sich die Teilnehmenden motiviert und gestärkt, diese und weitere Fragen mit ihren Partnerorganisationen vor Ort zu diskutieren.
Die Zukunftsperspektive stand im Mittelpunkt des dritten und letzten Workshops: Welche Fäden müssen entknotet, welche neu aufgenommen werden? Die Teilnehmenden sind sich einig, dass die Fäden bei der Koordination zusammenlaufen und nun neue Impulse gesetzt werden sollten, Als Herzstück der Netzwerkarbeit kommt es auf die Kommunikation an: Wie schafft die Koordination Klarheit und Verbindlichkeit, wie wird der Mehrwert des Netzwerks deutlich, wie einigen sich die Akteure auf ein Ziel und bleiben auf Kurs?
„Alles liegt nun klarer auf dem Tisch. Die Herausforderung ist, in die Umsetzung bzw. Veränderung zu kommen.“
Das Netzwerk bleibt, ein Wiedersehen in Präsenz vor dem MINT:Barcamp folgt
Welche Vorhaben aus der Praxiswerkstatt in kleineren oder größeren Etappen bereits angegangen worden sind, ob der Rückenwind aus den Workshops noch anhält und die Puste noch für so viel mehr reicht, dazu tauschen sich die Absolventinnen und Absolventen künftig im Alumni-Netzwerk der MINT-Regionen aus. Ein erstes Wiedersehen bzw. Kennenlernen der anderen Alumnae und Alumni in Präsenz folgt am Vortag des MINT:Barcamps in Hamburg.
„Ich habe den Anstoß bekommen, mich viel mehr mit mir und meinen Erwartungen und den Anforderungen der anderen auseinanderzusetzen und zu verstehen, dass ich mir in vielen Punkten mehr Druck mache als ich müsste.“
Welche Steine noch ins Rollen gekommen sind? Wir sind gespannt darauf!