17. November 2025

„Last but not least“: Start des 6. Qualifizierungsdurchgangs der MINT-Qualitätsoffensive mit 18 Netzwerken

Gemeinsam Qualität stärken – jetzt erst recht

Außerschulische MINT-Initiativen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Bildungslandschaft. Sie eröffnen jungen Menschen Räume für Neugier, praktische Erfahrungen und nachhaltige Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Genau hier setzt die MINT-Qualitätsoffensive (MINT-QO) an: Sie unterstützt Initiativen dabei, die Qualität ihrer Arbeit weiterzuentwickeln, Wirkung sichtbar zu machen und langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen.

Dass diese Arbeit nötiger denn je ist, zeigt das aktuelle MINT-Stimmungsbarometer: Während die Bewertungen der MINT-Bildung in den vergangenen Jahren überwiegend negativ ausfielen, gibt es nun erste Anzeichen für eine Trendwende: Besonders die außerschulische MINT-Bildung wird wieder positiver wahrgenommen als in den Vorjahren. Dennoch bleibt die Einschätzung insgesamt kritisch: Nur rund die Hälfte der Befragten hält Deutschland für ein MINT-freundliches Land, und im internationalen Vergleich wird die Qualität der MINT-Bildung weiterhin als unzureichend bewertet.

Umso bedeutender ist es, dass nun der sechste und letzte Qualifizierungsdurchgang der MINT-QO startet. Er bringt noch einmal engagierte Netzwerkkoordinierende aus ganz Deutschland und Österreich zusammen, die gemeinsam daran arbeiten, Qualität und Wirkung in ihren Regionen zu stärken – praxisnah, reflektiert und zukunftsgerichtet.

Aufbruch im Abschlussjahr

Am 17. und 18. November kamen die neuen Netzwerkkoordinator:innen der MINT-QO zu einem zweitägigen Online-Workshop zusammen. Dort setzten sie sich mit dem Orientierungsrahmen „Wirkungsvolle Arbeit außerschulischer MINT-Initiativen“ auseinander und lernten das Selbstanalyse-Tool zur Reflexion und Weiterentwicklung ihrer Arbeit kennen.

Wertvolle Impulse lieferte Stephanie Müller (PHINEO), die praxisnah in die Grundlagen wirkungsorientierter Projektarbeit einführte – von Zielgruppendefinition bis Stakeholder-Einbindung.

In den kommenden Monaten vertiefen weitere Workshops Themen wie Wirkungslogik, Wirkungsmessung und Storytelling. Ergänzt wird das Programm durch kollegialen Austausch und das bewährte Buddy-System, das neue Koordinator:innen bei der Umsetzung ihrer eigenen Workshopreihe unterstützt.

Der Auftakt bot starke Impulse und motivierenden Austausch, also ein gelungener Start in den Abschlussjahrgang der MINT-QO.

Gemeinsam weiterdenken: Ausblick auf 2026

Die beteiligten Organisationen bringen eine beeindruckende Bandbreite an Erfahrungen und Blickwinkeln in die MINT-QO ein. Dieses Zusammenspiel unterschiedlichster Perspektiven macht die Zusammenarbeit besonders wertvoll und stärkt die gemeinsame Mission: die Qualität außerschulischer MINT-Bildung nachhaltig zu fördern. Programm-Manager Felix Kimpel ist dankbar für das große Engagement aller Beteiligten.

Am 12./13. Mai 2026 treffen sich die dann die Netzwerkkoordinator:innen gemeinsam mit Alumni und Partner:innen der MINT-QO zur Transferwerkstatt in Hamburg. Dann heißt es ein letztes Mal: Wissen teilen, voneinander lernen und mit frischen Ideen Impulse für die MINT-Bildung von morgen setzen.

Hinweis: Die MINT-Qualitätsoffensive ist eine Initiative des Nationalen MINT Forum e. V. und seiner Mitgliedsorganisationen Deutsche Telekom Stiftung, Körber-Stiftung, Siemens Stiftung, Stifterverband und Stiftung Kinder forschen. Gefördert wird das Projekt von der aqtivator gGmbH und der Joachim Herz Stiftung. Die operative Umsetzung liegt bei der Körber-Stiftung.