25. Juni 2026

MINT-Regionen stärken: Gemeinsam Wege zur nachhaltigen Finanzierung entwickeln

Wie können MINT-Regionen ihre Arbeit langfristig sichern, wenn Fördermittel auslaufen und finanzielle Ressourcen knapper werden? Diese Frage beschäftigt viele Netzwerke bundesweit. Denn für eine erfolgreiche regionale MINT-Arbeit braucht es verlässliche Strukturen – von der Netzwerkkoordination über die Organisation gemeinsamer Aktivitäten bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und dem Aufbau regionaler Angebotsplattformen.

Um MINT-Regionen bei dieser Herausforderung zu unterstützen, ist im Juni 2026 das neue Qualifizierungsformat „MINT-Regionen stärken – Den Weg zur Eigenfinanzierung finden“ gestartet. Ziel ist es, gemeinsam mit den teilnehmenden Netzwerken tragfähige Finanzierungs- und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die die langfristige Arbeit der MINT-Regionen sichern.

Entrepreneurship und Netzwerkentwicklung

Eine erfolgreiche Netzwerkkoordination geht weit über die Bündelung und Sichtbarmachung regionaler MINT-Angebote hinaus: Sie erschließt aktiv finanzielle Ressourcen aus der regionalen Wirtschaft sowie von bundesweiten Fördermittelgebern und baut tragfähige Partnerschaften auf. Dafür sind unternehmerisches Denken, kaufmännisches Know-how und ein strategischer Blick auf Finanzierungsmöglichkeiten unerlässlich. Nur so kann ein nachhaltiges Geschäftsmodell für das Netzwerk entwickelt werden, das bestehende Angebote langfristig sichert und zugleich Raum für neue Formate und Innovationen schafft.

Gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten

Im Rahmen des Pilotdurchgangs werden sechs MINT-Regionen über einen Zeitraum von rund einem Jahr begleitet. In einer Reihe von aufeinander aufbauenden Workshops erhalten die Teilnehmenden methodisches Wissen, praktische Werkzeuge und Raum für Austausch rund um die Entwicklung nachhaltiger Finanzierungsstrategien. Neben fachlichen Impulsen durch Expertinnen und Experten steht der kollegiale Austausch zwischen den MINT-Regionen im Mittelpunkt. So können Erfahrungen geteilt, Herausforderungen diskutiert und neue Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

Besonders hilfreich ist, dass die Herausforderungen konzentriert, mit Abstand vom Tagesgeschäft und strukturiert bearbeitet wurden und in ein Gesamtkonzept über ein Jahr eingebettet sind, so ein Feedback aus der Runde.


Auftakt in Hamburg

Zum Start des Pilotdurchgangs trafen sich die Netzwerkkoordinierenden und Vertreterinnen und Vertreter der Trägerorganisationen in Hamburg. Gemeinsam wurden aktuelle Herausforderungen analysiert, relevante Stakeholder in den Blick genommen und erste Ansätze für mögliche Geschäfts- und Finanzierungsmodelle des eigenen Netzwerks entwickelt.

Die dabei entstandenen Ideen werden in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet. Unterstützt werden die Teilnehmenden durch den Austausch innerhalb der Gruppe sowie durch individuelle Begleitung und Coaching. Im September folgt ein digitales Treffen, bei dem erste Zwischenergebnisse diskutiert und Good-Practice-Beispiele vorgestellt werden. Nach zwei weiteren Workshops im November und Januar 2027 folgt die sechsmonatige Umsetzungsphase vor Ort.

Erfahrungen für alle MINT-Regionen nutzbar machen

Die Erkenntnisse aus dem Pilotdurchgang sollen nicht nur den teilnehmenden Netzwerken zugutekommen. Die gewonnenen Erfahrungen werden aufbereitet und mit den MINT-Regionen bundesweit geteilt. Im Fokus stehen dabei Fragen wie:

  • Wie kann ein tragfähiges Geschäftsmodell für eine MINT-Region aussehen?
  • Welche Schritte sind auf dem Weg zu einer nachhaltigen Finanzierung hilfreich?
  • Welche Herausforderungen treten dabei typischerweise auf – und wie können sie bewältigt werden?

Mit den Erfahrungen und den Rückmeldungen aus dem Pilotdurchgang wird das Qualifizierungsformat weiterentwickelt und im kommenden Jahr erneut angeboten.

Unser Ziel: MINT-Regionen dabei unterstützen, ihre Strukturen langfristig zu sichern und ihre Wirkung vor Ort nachhaltig zu stärken.