20. Januar 2026

Mittendrin statt nur dabei

Das Jahr ist noch jung – doch in den MINT-Netzwerken läuft die Planung bereits auf Hochtouren. Beim Alumni-Treffen der Netzwerkkoordinierenden wurde deutlich: Stillstand ist keine Option. Die Koordinierenden sind mittendrin – im Austausch, im Entwickeln neuer Ideen und im gemeinsamen Weiterdenken.

Geplant werden MINT-Tage und ganze MINT-Wochen, Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler, Matching-Börsen zwischen Schulen und regionalen MINT-Akteuren sowie die nächsten großen Netzwerktreffen. Auch neue Ansätze wie Open Educational Badges für MINT-Angebote in den Regionen stehen auf der Agenda.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf neue Zielgruppen: Kinder und Jugendliche in Sportvereinen, Musik- oder Ballettschulen. Die Idee dahinter ist ebenso kreativ wie niedrigschwellig: Ein Teil der Trainingszeit wird für MINT-Aktivitäten genutzt – im Gegenzug gibt es Trikots, Bälle oder Preise für Turniere und Wettbewerbe. Selbstverständlich werden dabei mehrsprachige Zugänge mitgedacht, damit alle mitmachen können. Ein augenzwinkernder Tipp aus der Runde: „Fußballplätze eignen sich hervorragend für Raketentests aller Art.

Ein weiteres zentrales Thema: der Übergang vom MINT-Studium in den Beruf. Trotz Fachkräftemangel erleben viele Studierende Hürden – etwa durch fehlende Praxisangebote, zu wenige Werkstudierendenstellen oder mangelnde Abstimmung zwischen Hochschulen und Unternehmen. Diskutiert wurde, wie Fachwissen besser mit Future Skills wie Ethik, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Künstlicher Intelligenz verzahnt werden kann, um den Einstieg in den Beruf zu erleichtern.

Und natürlich bleibt die Netzwerkkoordination auch mittendrin bei der Finanzierung: der Angebote ebenso wie der eigenen Stelle. Im Fokus stehen die Verstetigung von MINT-Clustern, Kooperationen mit Unternehmen, Förderungen etwa durch Sparkassen – und auch neue Wege wie Business Cases für MINT-Netzwerke oder Crowdfunding-Aktionen.

Was bleibt nach diesem Alumni-Treffen? Großes Engagement, viele konkrete Ideen und spürbare Aufbruchsstimmung. Die Energie der Netzwerkkoordinierenden ist ansteckend, Impulse werden gemeinsam weitergedacht – und klar ist: Diese Alumni lassen sich nicht aufhalten.